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Bluescreen-Technik

Die Bluescreen-Technik (engl. Bluescreen = „Blauschirm“), auch "Blue-Box-Technik" genannt, ist ein Verfahren in der Film- bzw. Fernsehtechnik, das es ermöglicht, Gegenstände oder Personen nachträglich vor einen Hintergrund zu setzen, der entweder eine reale Filmaufnahme (z. B. Landschaft) oder eine Computergrafik (z. B. Hintergrund bei Nachrichtensendungen) enthalten kann.
Hierzu wird eine Person zunächst vor einer gut ausgeleuchteten blauen Wand aufgenommen. Blau als Hintergrund wurde gewählt, weil es die am menschlichen Körper am seltensten vorkommende Farbe ist und sich am besten von Hauttönen abhebt. Um die Person freizustellen, wird eine Aussparungsmaske benutzt, die den sichtbaren und unsichtbaren Bildbereich definiert. Der Prozess des Freistellens wird deshalb auch als Matting oder Keying bezeichnet. Schließlich werden der neue Hintergrundfilm und der freigestellte Vordergrundfilm kombiniert.
Eine frühe Form der Bluescreen-Technik wurde zum ersten Mal 1933 in dem Film King Kong verwendet. Der erste Kinofilm, bei dem intensiv mit Blue Screen gearbeitet wurde, war Ben Hur (1959). In Deutschland wurde die Blue-Screen-Technik in den 1960er Jahren eingeführt; etliche Szenen der Fernsehserie Raumpatrouille wurden damit gedreht.
Beim Fernsehen werden ähnliche Verfahren (Bluebox) verwendet. Bekannt wurden diese in Deutschland vor allem durch die Dialoge zwischen dem Showmaster Wim Thoelke und der von Loriot kreierten Zeichentrickfigur Wum in den ZDF-Shows Drei mal Neun und Der große Preis.
In analogen Sendeabwicklungen lokaler Fernsehsender wurde für die Einblendung von Senderlogos (Cornerlogo) das Verfahren herumgedreht. Der schwarze Hintergrund eines Senderlogos wurde durch den eigentlichen Inhalt des Filmes ersetzt. Abgelöst wurde diese Technik durch das Hereinrechnen transparenter Logos (Alphakanal). Möglich wurde dies durch leistungsstarke Sende-Server, die in Echtzeit beim Ausspielen das analoge Videosignal renderten. DVB-Sendeabwicklungen arbeiten mit verlustbehafteten Videoformaten. Deshalb wird das Logo nunmehr bereits bei der Ausgabe des Films nach der Videobearbeitung mit der Videoschnittsoftware aufgelegt.

Greenscreen


In den letzten Jahren hat sich alternativ die Greenscreen-Technik entwickelt (engl. Greenscreen = Grünschirm), welche den gleichen Freistellungsprozess nutzt. Über die Frage, welche Farbe bessere Ergebnisse erziele, gibt es unterschiedliche Ansichten, so dass in der Filmindustrie mit beiden Farben gearbeitet wird. Für Grün wird als positiv vermerkt, dass grüne Kulissenfarbe leichter einen hellen leuchtenden Farbeindruck ergibt, der sich dann von anderen Farbnuancen im Filmmaterial unterscheidet. Außerdem wird angegeben, dass bei modernen Videokameras jeder Pixel sich aus je einem roten und blauen sowie zwei grünen Pixeln zusammensetzt (→Bayer-Sensor). Somit sei eine Greenscreenaufnahme vor allem für Video besser geeignet, da doppelt soviel Grün-Information vorhanden ist wie blaue.

Chromakey


In der modernen digitalen Bearbeitung von Film und Fernsehen kann jede beliebige Farbe zur Definition der Schablone herangezogen werden, verallgemeinert spricht man dann von Chromakey-Verfahren (engl. Chroma key = „farbiger Tastschlüssel“).

Quelle: Wikipedia

Postproduktion (post production)


Die Postproduktion oder Nachproduktion (englisch post production) umfasst sämtliche Arbeitsschritte der Nachbearbeitung beim Film oder in der Fotografie.

Postproduktion beim Film

Zur Postproduktion eines Filmes gehören vor allem der Schnitt und die digitale Nachbearbeitung der Bilder im Computer sowie das Vertonen und Unterlegen der Bilder mit Musik. Die Arbeitsabläufe in der Postproduktion (engl.: „post production workflow“) unterscheiden sich zum Teil erheblich; je nachdem, auf welchem Material gedreht wurde, wie groß der Anteil von computergenerierten Effekten und Bildern ist („Visual Effects“ und „Computer Generated Imagery“) und welches Endprodukt herzustellen ist.

Arbeitsschritte Film- und Video-Postproduktion


Ein Verbund sämtlicher großer Hollywood-Studios, die den Weltmarkt für Kinofilme dominieren, betreibt mit Nachdruck die Digitalisierung der gesamten Filmproduktion von Produktion, Postproduktion, Distribution und Vorführung. Dennoch werden Kinofilme weltweit nach wie vor zum überwiegenden Teil auf 35-mm-Filmmaterial gedreht und mit Filmprojektoren in den Kinos gezeigt, eine über 110-jährige Tradition. Die Arbeitsschritte in der Postproduktion sind dagegen inzwischen weitestgehend unkörperlich digital.
Ein typisierender Überblick über das Thema: Es beginnt mit der Filmentwicklung des belichteten Materials. Das gesamte entwickelte Filmoriginal wird auf einem Filmscanner digitalisiert („Onelight Telecine“) und die Daten werden zusammen mit den schon digital aufgenommenen Original-Tondaten auf Festplatten geladen, um dort mit Hilfe eines digitalen Schnittsystems geschnitten zu werden, etwa dem Avid.
Nach Beendung des Schnitts erfolgt die Farbbestimmung und Telecine: Ein Colorist digitalisiert erneut auf einem Filmscanner diejenigen Teile des Negativs, die in der Schnittfassung vorkommen („Selected Takes Telecine“) und gibt dem „Film“ dabei seinen so genannten „Look“. Die farbbestimmten Bilddaten werden je nach Konzept des Films mithilfe von Visual Effects bearbeitet und Vor- und Abspann ergänzt.
Die finale Bildfassung wird auf 35-mm-Film ausbelichtet. Davon wiederum wird, ergänzt um die Lichttonspur, eine Nullkopie gezogen, das erste vorführbereite Filmpositiv. Nach einer Testvorführung der Nullkopie und gegebenenfalls Farbkorrekturen im Entwicklungsprozess hat man schließlich einen Master, von dem Kopien gezogen und in den Kinos gezeigt werden können.
Wird mit digitalen Kameras gedreht, entfallen die Arbeitsschritte Filmentwicklung und Scannen. Projiziert man mit einem Digitalprojektor, entfallen das Ausbelichten und vor allem das teure Kopienziehen. Wird fürs Fernsehen produziert, ist das Endprodukt typischerweise ein Videoband, das dem Sender als Master dient.

Arbeitsschritte Audio-Postproduktion


Bearbeitung der O-Töne und Atmos
Synchronaufnahmen (ADR)
Aufnahme und Bearbeitung von Foleys
Sounddesign: Hinzufügen der Foleys sowie die Erstellung von synthetischen Geräuschen, Anlegen von Hintergrundgeräuschen (Atmos) und Soundeffekten im Allgemeinen
Komposition, Aufnahme, Bearbeitung und das Hinzufügen der Filmmusik
Tonmischung

Berufe


Postproduction Supervisor
Cutter
Lichtbestimmer
Laborant in der Sensitometrie
Filmentwickler
Filmkopierer
Colorist
VFX Artist
Sounddesigner

Unternehmen


Es gibt Unternehmen, die sich auf die Postproduktion von Filmen, meist inklusive der Filmkopierung, spezialisiert haben. In Österreich gibt es diesbezüglich zwei große Unternehmen, die Listo Videofilm und Synchro Film. In Deutschland sind es Unternehmen wie das Münchener Traditionsunternehmen ARRI oder CinePostproduction. In der Schweiz sind das Schwarz-Film, Egli-Film und Filmkunst.

Postproduktion in der Fotografie

siehe auch: Bildbearbeitung
Des weiteren findet die Postproduktion im Bereich der Fotografie statt. Nach der Digitalisierung des Bildmaterials werden in der Postproduktion Retuschen, Farbkorrekturen, Bildoptimierungen etc. vorgenommen. Die Postproduktion ist in jeder professionellen Arbeit vorhanden. Die größten Korrekturen werden im Bereich der Werbe, Beauty- und Kosmetik-Fotografie durchgeführt. Hier werden alle Pixel bearbeitet: Komplette Haare, Augen, Mund und die ganze Haut wird neu generiert.

Quelle: Wikipedia

 

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Imagefilm


Ein Imagefilm (von engl. Image) ist ein kurzer Film, der in werbender Absicht ein Unternehmen, eine Institution, eine Marke oder ein Produkt portraitiert. Ein Imagefilm hat üblicherweise eine Spiellänge von nicht mehr als 10 Minuten. Die werbende Absicht rückt ihn in die Nähe des (kürzeren) Werbespots, das Portraithafte verbindet ihn mit journalistischen Filmbeiträgen und Dokumentarfilmen, von denen ihn wiederum die werbende Absicht unterscheidet.
Die Wurzeln des Imagefilms liegen im Industriefilm, was in der englischsprachigen Bezeichnung „corporate“ noch mitschwingt. Davon entfernt hat sich der Imagefilm – selbst wenn er ein Unternehmen portraitiert – indem sich sein Schwerpunkt deutlich weiterentwickelt hat: weg von der einfachen, erklärend-beschreibenden Machart des Industriefilms hin zur Erschaffung eines positiven Images für seinen Gegenstand.
Dem Imagefilm stehen sämtliche formalen und technischen Mittel des Films zur Verfügung. Dementsprechend aufwendig und komplex können Imagefilme ausfallen, je nach den finanziellen Möglichkeiten und den kommunikativen Absichten ihrer Auftraggeber. Bezüglich ihrer Tonalität bewegen sich Imagefilme zwischen informativ und suggestiv, je nachdem ob sie beim Zuschauer stärker auf Informationsgewinn oder auf Imagebildung zielen. Produkt-Imagefilm auch: Promotionvideo.
Im Unterschied zu einem Produkt-Werbespot wird das Produkt nicht angepriesen. In der einfachsten Gestaltung wird vielmehr der Entwicklungsprozess eines Produkts für (potentielle) Kunden und zur firmeninternen Verwendung dokumentiert. Ein Auftraggeber wird aber immer darauf achten, auch imagebildende Elemente mit einfließen zu lassen, die auf die Corporate Identity des Unternehmens abgestimmt sind.

Einsatzarten


Imagefilme werden auf Messen eingesetzt, wo sie auf Bildschirmen oder als Projektionen zu sehen sind; firmenintern werden sie zur Mitarbeiterschulung verwendet. Unternehmen setzen sie zur Außendarstellung ein, etwa indem sie sie als DVD an Multiplikatoren wie Pressevertreter und andere Interessenten versenden. Auch in Onlinemedien werden Imagefilme einem breiten Publikum präsentiert.

Marketingtool


Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für ein Unternehmensvideo auf ihrer Webseite. Dies ist eine zeitgemäße Möglichkeit, sich von der Konkurrenz abzuheben. Besonders für erklärungsreiche Unternehmen oder Produkte bietet sich diese Art des Marketings an. Beispielsweise wird dem Kunden das Unternehmen durch einen virtuellen Rundgang näher gebracht. Durch Audiovisualisierung kann eine Botschaft effektiver transportiert werden, als durch einen rein visuellen Internetauftritt.
Quelle: wikipedia

Musikvideo


Dreharbeiten eines Musikvideos.

Musikvideos (auch Video-Clips oder Clips) sind Kurzfilme, die ein Musikstück filmisch umsetzen. Sie werden zumeist von einer Plattenfirma zur Verkaufsförderung für dieses Stück in Auftrag gegeben, von einer auf Musikvideos spezialisierten Filmproduktionsgesellschaft konzipiert und hergestellt und sollen im Musikfernsehen gespielt werden. Meist dauern sie genau so lang wie das Stück und nutzen ihn als einzige Tonquelle. Ein Bestandteil der meisten Musikvideos ist die Inszenierung des oder der Künstler, zumeist bei der Darbietung des Stücks. Gibt es im Lied keinen Gesang, treten die Künstler dennoch oft persönlich in Erscheinung. Dies verweist auf das Interesse der auftraggebenden Plattenfirma an einer Steigerung des Bekanntheitsgrades für ihren Künstler. Filmhistorisch betrachtet verbindet es die Musikvideos mit der Tradition des Opern-, Theater- und Konzertfilmes und der Konzertaufzeichnung. Zum Teil werden Musikvideos als Gesamtkunstwerke geschaffen, bei denen die Bilder ein vollwertiger Teil des Werkes sind, ähnlich wie bei den traditionellen Kunstformen Oper, Operette oder Musical, bei denen Musik und Darstellung gleichwertig zusammengehören.

Anfänge


Die Anfänge des Musikvideos reichen bis ins Jahr 1890 zurück. Bereits damals warteten amerikanische Theatersäle mit illustrierten Liedern, den sogenannten „Sound Slides“, auf, die sich größter Beliebtheit erfreuten. Dafür wurden von Hand kolorierte Bilder auf Glasplatten gedruckt und an eine Leinwand projiziert, während Sänger live dazu auf der Bühne agierten. Die „Sound Slides“ waren bereits damals ein erfolgreiches Mittel der Musikindustrie, um Lieder unter das Volk zu bringen. 1900 wurde auf der Pariser Weltausstellung mit einer Kombination aus Ton, Film und Theater experimentiert, was aufgrund der schlechten Synchronisation von Film und Ton sowie der miserablen Qualität des Tonmaterials ein Flop war.
1906 wurde das Chronophon erfunden, das erste System zur Bild-Ton-Synchronisation für Filme mittels einer Walze und später mittels einer Platte. Mit der Erfindung des Vitaphones 1926 war es erstmals möglich, Bild und Ton simultan aufzuzeichnen. Als Meister des Trickfilms und der Animationen entwarf George Páls 1938 in Kooperation mit „Ambrose & his Orchestra“ für die damalige Technik erstaunlich moderne Werbefilme, die ebenfalls als frühe Version eines Musikvideos gelten können.
In den Jahren 1941 bis 1947 entstanden in den USA zahlreiche sogenannte „Soundies“, die heute von vielen als die ersten tatsächlichen Clips angesehen werden. Soundies sind kurze, von Musik unterlegte Filme, die in Restaurants und Bars mit Hilfe von zwei Tonnen schweren Maschinen, den sogenannten „Panorams“, nach Geldeinwurf angesehen werden konnten. Die musikalische Unterlegung war abwechslungsreich und reichte von irischer Folklore über Country-Music bis hin zu Duke Ellington. Im Mittelpunkt der Filmsequenz standen vor allem die Aufführungen der Musik, später auch (amüsante) Filmszenen oder Abschnitte mit patriotischen Aussagen. Soundies sind somit als Beispiele für frühe narrative Clips anzusehen. In den 60er-Jahren kam es vermehrt zu Auftritten von Schlagerstars im Fernsehen. Das Radio war aber in den meisten Haushalten immer noch das vorherrschende Medium. Da keine eindeutige Trennung zwischen kurzen, trailerartigen Werbevideos, mitgeschnittenen Live-Auftritten und explizit als solche gedrehten Musikvideos existiert, kann auch nicht eindeutig gesagt werden, welches „das“ erste Musikvideo war. In Frage kommen etwa die Promo-Filme der Beatles von 1966/67 zu ihren Stücken Paperback Writer, Rain, Strawberry Fields Forever und Penny Lane, bei denen die Darstellung der Musiker an ihren Instrumenten einem schauspielerischen Inhalt wich. Ein weiterer Kandidat ist der Promo-Film zu I Got You Babe von Sonny & Cher von 1965. Oft wird das Promotionvideo von Queen aus dem Jahr 1975 zu Bohemian Rhapsody als erstes Musikvideo genannt, da hier charakteristische Techniken angewandt wurden, wie zum Beispiel die Heroisierung der Musiker, unterschiedliche Schnittfrequenzen für bestimmte Formabschnitte des Stückes sowie Ein- und Ausblendetechniken. Entsprechende Merkmale weist auch ein Promo-Film auf, mit dem die Kinks bereits 1966 ihr Lied Dead End Street vorstellten. Auch hier wurden nicht, wie zuvor üblich, die Musiker beim Bedienen ihrer Instrumente gezeigt, sondern der Inhalt des Textes wurde inszeniert. Ein weiteres solches Beispiel ist der Kurzfilm vom studentischen aka-Filmclub e.V. in Freiburg, der bereits 1958 den Kriminal-Tango mit selbstgedrehten Gesangs- und Tanzszenen unterlegt hatte.
Ende der 1970er-Jahre und bis zur Mitte der 1980er-Jahre setzte eine ausgeprägte kreative Blütezeit des Musikvideos ein. Neue Musikrichtungen wie Punk, New Wave und Elektropop entstanden. Mit Hilfe der Clips versuchten die Musikproduzenten, dem stagnierenden Plattenverkauf entgegenzuwirken. Im Jahr 1979 veröffentlichte Cher ihre Single Hell on Wheels – das Video zu der Single war das erste moderne Video in der Geschichte, das im MTV-Stil produziert wurde, bevor es MTV überhaupt gab.[1] Immer mehr Bands und Künstler brachten parallel zu ihren Veröffentlichungen Musikvideos heraus, teils mit ausgefeilten Konzepten.
Ein Meilenstein ist hier das Video zu Thriller von Michael Jackson (1982), das in der ungeschnittenen Originalversion fünfzehn Minuten dauerte und umfangreiche Spezialeffekte einsetzte. Ebenfalls erwähnenswert ist das sehr martialisch angehauchte Video zu The Wild Boys von Duran Duran (1984), für das für die damalige Zeit aufsehenerregende Produktionskosten von über einer Million US-Dollar aufgebracht wurden.

Fernseh-Formate in den 1980er Jahren


Die Bedeutung der Musikvideos nahm in den 1980er Jahren auch durch reine Musik-Fernsehsender wie MTV stark zu. Legendär ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass das zum US-Sendestart des neuen Senders MTV als erstes ausgestrahlte Musikvideo der Titel Video Killed the Radio Star des Trevor-Horn-Projektes The Buggles war. Unumstrittener Star dieses ersten Siegeszuges des Musikfernsehens war Michael Jackson, der, zu dieser Zeit bereits ein internationaler Superstar, mit dem Videoclip zu Thriller nicht nur den Gipfel seines Ruhmes erreichte, sondern auch das junge Genre „Videoclip“ entscheidend prägte. Das Musikvideo wurde zum Garant für einen Platz in den amerikanischen Musik-Charts. Inhaltlich spiegelt das Medium Musikvideo die volle Bandbreite der Populärkultur wider von Konsumverherrlichung bis zu gegenkulturellen Strömungen. Die Hip-Hop-Kultur nutzte Musikvideos als politisches Sprachrohr und prangerte soziale Missstände an. So war etwa die Formation Run-D.M.C. als das „schwarze CNN“ bekannt. 1984 ging MTV Europe auf Sendung. Im selben Jahr fanden die ersten MTV Video Music Awards, kurz VMAs, statt. Ein Musikvideo erreichte nun 340 Millionen Haushalte. In Deutschland führten reine Musikvideo-Formate bis zur Mitte der 80er-Jahre eher ein Nischendasein. Seit 1983 sendete die ARD wöchentlich Formel Eins, die erste weitgehend videoclip-basierte Musiksendung im deutschen Fernsehen. 1984 ging der deutschsprachige Musik-Fernsehsender Musicbox auf Sendung; er war jedoch fast nur über Kabel und Satellit erreichbar, was damals einen vergleichsweise sehr geringen Verbreitungsgrad bedeutete. Von 1982 bis 1988 sendete das ZDF Ronny’s Pop Show, die von einem von Otto Waalkes synchronisierten Schimpansen moderiert wurde.
Mit dem Aufgehen von Musicbox in Tele 5 im Jahr 1988 und dem Ende von Formel Eins (1990) sank die Präsenz von Videoclip-Formaten und -Sendern in Deutschland, auch wenn insbesondere Tele 5 in seiner Anfangszeit einen sehr großen Anteil an Clip-Shows im Programm hatte und wachsende Marktanteile verzeichnete. Damalige Strömungen in der Musik-Kultur führten zudem zu einer ersten großen Krise des Videoclips. Das kreative Potenzial des Mediums schien zunächst ausgeschöpft, und die Plattenlabels strichen ihre Etats für aufwendige Produktionen weitgehend zusammen. Mit großem Aufwand realisierte Videoclips wurden seltener. Tele 5 reagierte seinerseits auf diese Strömungen mit einem deutlichen Zurückfahren des Anteils von Videoclip-Sendungen. Eines der wenigen Gegenbeispiele zu dieser Entwicklung waren die von Jim Blashfield mit großem Aufwand und Liebe zum Detail inszenierten Videoclips in Stop Motion-Technik zu dem Michael Jackson-Song Leave Me Alone und der Single Sowing the Seeds of Love von Tears for Fears. Symptomatisch für diese Zeit sind jedoch eher „preisgünstige“ Videoclip-Produktionen, unter anderem in Frontal-Perspektive (Playback vor fest stehender Videokamera) und Blue Box-Technik, wie zum Beispiel der Clip zu I’ve Been Thinking About You von Londonbeat. Zu erwähnen ist hier auch George Michael; ebenfalls von der Krise des Videoclips überzeugt, lehnte er es gar eine Zeit lang ab, selbst in seinen Videoclips zu erscheinen oder eine zentrale Rolle einzunehmen, wie bei Praying for Time (1990) oder Too Funky (1992).

v1990er Jahre bis heute


Eine Renaissance erlebte der Videoclip zu Beginn der 1990er Jahre. In Deutschland erzielte MTV Europe wachsende Verbreitung, und ab Ende 1993 ging VIVA als neuer deutschsprachiger Videoclip-Kanal auf Sendung. Letzteres trug in Deutschland wesentlich zum Entstehen einer ausgedehnten nationalen Videoclip-Szene bei, da der Sender darauf Wert legte, zur Profilierung gegenüber dem Konkurrenten MTV neben internationalen Clips gezielt lokale Künstler zu unterstützen. Als neue Musikrichtungen entstanden nun unter anderem Grunge, Techno und House. Um der zunehmend wachsenden Distanz zwischen den immer unnahbarer werdenden Stars und den Fans entgegenzuwirken, entwickelte MTV das Format MTV Unplugged, in dem die Musiker in einer Art Wohnzimmer-Atmosphäre vor wenigen Zuschauern und nur mit akustischen Instrumenten auftreten. Im Gegensatz zur klassischen Popästhetik der 1980er war der Videoclip nun perfekt durchdacht und inszeniert. Produktionen wurden wieder aufwändiger; mitunter wurden Techniken und Effekte eingesetzt, die zuvor nur Hollywood-Filmen vorbehalten waren. Insbesondere die digitale Revolution in der Bild- und Videobearbeitung ab Anfang beziehungsweise Mitte der 90er Jahre hat hier bleibende Akzente gesetzt. Ein frühes aufsehenerregendes Beispiel dieser Zeit ist der Clip zu Black or White von Michael Jackson (1991), insbesondere wegen des erstmaligen Einsatzes von Morphing-Sequenzen. Die visuelle Qualität vieler Produktionen dieser Zeit steht kommerziellen Hollywood-Filmen in nichts nach.
Mit Hilfe professioneller Videomixsoftware konnten die Musiker zunehmend selbst ihre eigenen Videos erstellen. Ein frühes Beispiel ist das 1998 von Coldcut & Hexstatic mit Hilfe ihrer Software VJamm produzierte Timber, dessen Video mehrfach geremixt wurde und damit als erstes Musikvideo ins Guinness-Buch der Rekorde kam. Eine kommerzielle Krise der Musikindustrie führte in Deutschland seit 2002 zum massiven Rückgang der Musikvideobudgets. Die bis dahin entstandene deutsche Musikvideoproduzenten-Szene ist dadurch faktisch verschwunden, nur wenige der ehemals etwa fünfzehn eigenständigen Musikvideoproduktionsfirmen haben diesen Umsatzeinbruch überstanden. Musikvideos werden seither mit deutlich weniger Aufwand produziert; zum Teil werden sie inzwischen auf HD-Video aufgenommen, was gegenüber der traditionellen Aufnahme auf (zumeist 16mm-)Film einen großen Kostenvorteil bringen kann.
Als Gegenpol zu den großen Musiksendern gibt es seit einigen Jahren auch im Internet eine Vielzahl von Angeboten rund ums Thema Musikvideos. Magazine wie popzoot bieten Musikvideos und Infos zum Abruf an, Onlinemusikfernsehsender wie tunespoon.tv zeigen Musikvideos aller Genres nacheinander in einem Videostream. Die Popularität von Multimediaplattformen wie YouTube resultiert und profitiert zu einem großen Anteil von kommerziellen Musikvideos, die dort von privaten Benutzern – wenn auch teilweise unter Missachtung des Urheberrechts – bereitgestellt werden. Die Band The Decemberists veröffentlichten im März 2005 das selbst produzierte Musikvideo 16 Military Wives über den Filesharing-Dienst BitTorrent, was noch keine Band zuvor getan hatte.

Ökonomische Bedingungen


Drei ökonomische Bedingungen waren notwendig für die Entstehung von Musikvideos: Die Vermarktungsinteressen der Musikindustrie, ein speziell auf Musikvideos ausgerichtetes Senderumfeld und eine Filmindustrie, die Musikvideos als interessantes Betätigungsfeld entdeckt und ausbaut.
Musikindustrie
Alles beginnt mit dem Vermarktungsinteresse der Musikindustrie: Musikvideos sind weder als Filmkunst noch als eigenständiges Produkt angelegt; Musikvideos kann man nicht kaufen. Sie sind ein Marketing-Instrument und dienen in erster Linie zur Verkaufsförderung der Single, zu der sie produziert werden, nachgelagert auch zum Imageaufbau für den Künstler und zur Verkaufsförderung des Albums, auf dem das Stück erscheint. Zu diesen Zwecken finanziert ein Label die Musikvideoproduktion vor, beteiligt den Künstler im Nachhinein aber je nach Vertragslage unterschiedlich stark an den Produktionskosten, die der Künstler aus seinem Anteil an den Verkaufserlösen der Single mittragen muss. Aus dieser Grundkonstellation erklärt es sich, dass viele Musikvideos aus kreativer Perspektive über eine Rolle als Marketingvehikel des beworbenen Musikers nicht hinausgelangen. Zugleich ist die Musikindustrie aufgrund des Fehlens eigener Kompetenz im Bereich „Musikvideoherstellung“ und aufgrund der Tatsache, dass sie oft nur kleine Budgets zu bieten hat darauf angewiesen, den ausführenden Filmproduzenten und Regisseuren viele gestalterische Freiheiten einzuräumen, die einige Musikvideos schon zu echten Gesamtkunstwerken haben werden lassen.
Fernsehsender/Musikfernsehen
Diese Marketingstrategie funktioniert nur, wenn es eine kostenlose Abspielstation für Musikvideos gibt: Musikvideos sind keine Werbespots, für deren Schaltung gezahlt wird. Müsste eine Plattenfirma ihre Musikvideos zu den Konditionen von Werbespots auf Sendung bringen, gäbe es keine Musikvideos - die Einnahmen aus dem Verkauf einer Single würden diese Kosten nie einspielen. Die Existenz von Sendern wie MTV oder VIVA ist also eine notwendige Bedingung für das Entstehen von Musikvideos. Diese ehemals fast reinen Musikvideo-Sender funktionieren nach einem im Fernsehgeschäft neuen Modell: Sie bekommen ihre Inhalte kostenlos von den Plattenfirmen gestellt und finanzieren sich über die Vermarktung von Musikvideos als attraktives Werbeumfeld, in dem andere Produktanbieter oder Markeninhaber Werbespots schalten. Musikvideos nehmen insofern eine einmalige ökonomische Zwitterposition ein: Sie sind Werbefilm und Inhalt zugleich oder: Werbung, die Werbeeinnahmen bringt.
Wenn ein Überangebot an Musikvideos existiert, die den Sendern zum Abspielen angeboten werden, erzeugt dies einen zusätzlichen Druck auf Musikvideoproduzenten und Labels, ein möglichst attraktives Produkt herzustellen – unattraktive Musikvideos werden nicht gespielt, weil sie sich nicht als Werbeumfeld vermarkten lassen. Bei den Kriterien für Attraktivität ist die Koppelung des Musikvideos an ein Musikstück entscheidend. Aus der Sicht des Senders sind die Musik und ihr Interpret wichtiger als die filmische Attraktivität, das heißt: Ein Sender spielt lieber ein filmisch uninteressantes Musikvideo eines Stars, als ein filmisch attraktives Musikvideo eines unbekannten Künstlers. Sender vertrauen hier eher auf die in Charts-Platzierungen messbare Attraktivität eines Musik-Interpreten als auf die weniger belegbare Kategorie der filmischen Qualität. Einen Grundstandard bezüglich der filmischen Qualität setzt dabei die Mehrheit der internationalen Musikvideos, die mit zum Teil erheblich höheren Budgets hergestellt werden als die für den heimischen Markt („GSA“ = Deutschland, Schweiz & Österreich) hergestellten Produkte.

Filmindustrie


Attraktive Musikvideos lassen sich zu den von der Musikindustrie vorgegebenen Konditionen (niedrige Budgets, massiver Zeitdruck) nur dann herstellen, wenn es aus der Filmindustrie ein entsprechendes Mitwirkungsinteresse gibt: Musikvideos sind beliebte Spielwiesen vor allem für Jungregisseure und -produzenten, wobei keiner von ihnen ausschließlich von Musikvideos leben kann. Sie bieten aber eine gute Gelegenheit, ein Portfolio aufzubauen, Fertigkeiten zu üben, Kontakte zu knüpfen, Arbeitsroutinen zu etablieren und einen Ruf zu erwerben, der sich in anderen Branchen, insbesondere in der Werbung, wiederum auszahlen kann. In der Boomphase des Musikvideos in Deutschland bis 2002 hatte sich eine eigene Szene von Filmproduktionsgesellschaften entwickelt, die ausschließlich Musikvideos produzierten.

Krise der Musikindustrie


In den 1990er Jahren hatte sich in Deutschland nach der Etablierung von VIVA und der neuen lokalen Strategieausrichtung von MTV ein effektives Marketingprozedere etabliert, bei dem dem Musikvideo eine überragende Rolle für den Verkauf einer Single und für Imageaufbau und Vermarktung eines Künstlers oder Acts insgesamt zukam. Dieses Zusammenspiel ist mit dem Niedergang des Marktes für Singles nach 2002 empfindlich gestört worden: Die Singleverkäufe sind massiv zurückgegangen und rechtfertigen immer seltener die - an den Refinanzierungsmöglichkeiten gemessen - hohen Kosten einer Musikvideoproduktion. Dementsprechend sind die Musikvideobudgets deutlich gesunken. Bei den Musiksendern sinkt der Anteil an Musikvideos kontinuierlich. Insgesamt macht dieses Zusammenspiel den Eindruck einer sich selbst verstärkenden Abwärtsspirale: Sinkende Single-Verkäufe lassen die Musikvideobudgets sinken, weniger und unattraktivere Videos ergeben ein unattraktiveres Programm für die Musiksender, was wiederum die Labels demotiviert, für dieses an Attraktivität verlierende Umfeld kostenloses Programm zur Verfügung zu stellen etc. Mit dieser Abwärtsspirale ist auch die Szene der lokalen Musikvideo-Produzenten praktisch verschwunden.

Preise und Regisseure


Als bedeutendster Preis auf diesem Gebiet gelten die Grammy Awards in den Kategorien Best Music Video – Long Form und Best Music Video – Short Form. Auch die von MTV verliehenen VMAs (Video Music Awards) geniessen internationale Anerkennung.
International bedeutende Regisseure von Musikvideos sind etwa Chris Cunningham, Michel Gondry oder Spike Jonze. Für Deutschland als Produzenten und Regisseure prägend war das österreichische Regie-Duo DoRo (Rudi Dolezal und Hannes Rossacher), das auch an der Gründung des Musikvideo-Fernsehsenders VIVA beteiligt war. Zu den wichtigen deutschen Regisseuren in diesem Genre gehören Oliver Sommer, Norbert Heitker, Daniel Lwowski, Sven Bollinger, Joern Heitmann, Robert Bröllochs und die international erfolgreichen Olaf Heine, Zoran Bihac, Uwe Flade und Philipp Stölzl. Den Kunstvideos widmet sich in Deutschland das Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe.

Typisierung von Musikvideos


Mit dem kommerziellen Aufkommen der Musikvideos Anfang der 1980er Jahre beschäftigte man sich auch in musikwissenschaftlichen Kreisen zunehmend mit dem neuen Medium. Als Folge entstanden diverse Typisierungsschemata, von denen hier zwei vorgestellt werden. Da sich sowohl der künstlerische Anspruch als auch die technischen Umsetzungsmittel im Laufe der Zeit weiterentwickelten, sind die Kategorien der Anfangszeit heute nicht mehr ohne weiteres anwendbar und muten aus heutiger Sichtweise einseitig und antiquiert an. Ein moderner Clip beschränkt sich in aller Regel nicht mehr auf nur eine Kategorie, sondern vereint Elemente, die sich mehreren Kategorien zuordnen lassen; zudem werden oft gänzlich neu entwickelte Techniken verwendet.
Typisierung nach Holger Springsklee (1985)
Holger Springsklee teilt Musikvideos anhand bestimmter Kriterien auf der Bildebene ein. Dafür wertete er rund 250 Clips aus. Performance
In Clips dieser Kategorie steht der Interpret als Musiker im Vordergrund und wird in seiner Funktion als Künstler auf der Bühne beim Auftritt gezeigt. Besonders herausgehoben wird die Fan-Star-Beziehung. Konzertmitschnitte zeigen den Interpreten auf und das jubelnde Publikum vor der Bühne. Der Clip zeigt eine authentische Ton/ Bild-Aufnahme. Ein Beispiel hierfür ist das Musikvideo von EMF zu "Unbelievable". Clips der Kategorie Playback/ Präparierte Bühne hingegen entstehen im Playbackverfahren: Der Interpret ist seinem Image entsprechend gestylt und agiert vor einer vorbereiteten Kulisse. Technische Hilfsmittel wie Trockeneis, ausgefallene Dekorationen und Trickbilder kommen zum Einsatz. Sofern der Interpret mit einem Instrument oder Mikrofon agiert, ist dieses nicht angeschlossen. Beispiel: Londonbeat I’ve Been Thinking About You, das unter anderem die neue technische Errungenschaft des Bluebox-Verfahrens nutzt.

Semi-Narrative Clips


Diese Clips unterscheiden sich von „Performance“-Clips in erster Linie dadurch, dass zur nach wie vor dominierenden Darstellung des Musikers Statisten hinzutreten. Clips der Unterkategorie Interpret und Statist sind darüber hinaus wie Clips der Kategorie „Playback/ Präparierte Bühne“ aufgebaut. Ein Beispiel hierfür ist das Musikvideo zu Ice Ice Baby von Vanilla Ice, in dem der Interpret vor Kulisse mit einer Reihe von Statisten agiert. Eine weitere Möglichkeit ist die gelegentlich eingeflochtene Darstellung des dargebotenen Textes durch Stummfilmszenen (Interpret und Filmszenen).

Narrative Clips


Dies bezeichnet aus narrativen Bilderfolgen bestehende Clips, die der Zuschauer selbst zur Geschichte zusammenführen muss. Dabei bilden Stummfilmszenen zumeist den Liedtext direkt ab. Diese Kategorie ist die umfangreichste der Untersuchung. Mit Interpretendarstellung und Filmszenen sind Clips gemeint, in denen sich Interpretation und Stummfilmszenen in einem ausgeglichenen Verhältnis abwechseln. Ein Beispiel ist der erste Teil des Clips zu Toni Braxtons Unbreak My Heart. Bei einem Clip der Kategorie Durchgehende Filmhandlung tritt der Musiker in erster Linie als Schauspieler und dabei in aller Regel als Titelheld der Geschichte auf, als Musiker hingegen nur, falls ihm der Zufall ein Instrument und/ oder ein Mikrofon beschert. Unter Video-Story fallen alle Clips, die mindestens zehn Minuten lang sind. Hier wird der narrative Clip zu einem kleinen Spielfilm ausgedehnt und folgt dem Schema Einleitungsszene – Lied – Schlussszene. Clips dieser Art sind sehr selten, unter anderem aufgrund der hohen Produktionskosten, und müssen sich immer mit dem berühmtesten Beispiel dieser Kategorie messen lassen: Dem Clip zu Michael Jacksons Thriller. Clips der Kategorie Effekt-Clip schließlich beinhalten optische Effekte wie beispielsweise Zeichentrickelemente, die auch auf die narrative Struktur des Geschehens einwirken. Beispiel: A-has Take On Me.

Art-Clip


Clips, in denen die Darstellung des Musikers gegenüber der bildnerisch-künstlerischen Gesamtgestaltung zurücktritt. Das Medium „Musikvideo“ illustriert nun keine Handlung mehr, sondern wird als Objekt des Videokünstlers verstanden, der mit Hilfe von gestalterischen Elementen wie Zeichentrick, Computergrafik und ähnlichem ein Gesamtkunstwerk schafft. Typisierung nach Elizabeth Ann Kaplan (1987)

Romantisch


Dieser Typus orientiert sich am Soft-Rock der 1960er-Jahre. Vor allem weibliche Stars spielen hier die Hauptrolle. Ab 1983 kommt es zu einer Zunahme männlicher Gruppen und Sänger. Eine erzählerische Struktur ist selten, das Hauptaugenmerk liegt auf den Themen Romantik und Emotionalität, Liebe und Verlust. Der Charakter der Musik ist dementsprechend melodisch, sanft, anrührend und wohlklingend.

Gesellschaftskritisch


Diese Clips kritisieren, wie in den 60er/70er-Jahren der „Critical Rock“, die althergebrachten, gefestigten Autoritäten und ihre Kunstformen. In den frühen 80er Jahren dominierten drei unterschiedliche Themen dieses Videotypus:
Antiautoritäre und „antiparentale“ Clips
Clips, die sich mit der amerikanischen Außenpolitik (zum Beispiel Bruce Springsteens Video Born in the USA) oder mit sozialer Ungerechtigkeit beschäftigen Clips, in denen das Thema „Unterdrückung der Frau“ und „weibliche Solidarität“ im Vordergrund stehen

Nihilistisch


Kaplan bringt diesen Typus mit der ursprünglich anarchischen Haltung des Punk, des New Wave und von Heavy-Metal-Bands in Verbindung. Sadistische und masochistische Themen wie Hass und Zerstörung werden mittels musikalischer und visueller Schockeffekte umgesetzt.

Klassisch


Diese Videoclips weisen eine konventionellere, realistischere sowie erzählerisch geprägte Struktur auf und bedienen zumeist die klassischen Hollywood-Filmgenres. Als klassisch werden sie auch deshalb eingestuft, weil sie den „voyeuristisch/ fetischistischen Blickwinkel auf Frauen als Objekte der Begierde einnehmen, den feministische Filmtheoretiker bei der Analyse des klassischen Hollywoodfilms lange Zeit einnahmen“ (Kaplan, 1987: S. 61).

Postmodern


Postmoderne Clips spielen mit den Bildern. Weder wird klar Position für etwas eingenommen noch ein eindeutiger Blickwinkel vorgegeben – und falls doch, wird die Haltung am Ende untergraben. Während sich solche Elemente auch in anderen Cliptypen wiederfinden lassen, werden sie in postmodernen Clips in größtmöglichem Ausmaß verwendet.
Quelle: Wikepedia

Vision deluxe: Webdesign- und Internetagentur aus Düsseldorf


Innovative und effiziente Internetauftritte sind für Unternehmen unverzichtbar. Wir bieten Ihnen individuelle Kommunikationslösungen, angefangen vom modernen und barrierefreiem Webdesign kombiniert mit individueller Programmierung, bis hin zur strategisch ausgerichteten Internetmarketing-Konzeption. Dabei setzen wir stets auf bereits bewährte und erprobte Methoden, um Ihre Projekte und Ideen erfolgreich online und offline umzusetzen.
Die Kombination aus Webdesign, Programmierung und Internetmarketing ist die Grundlage für erfolgreiche Webseiten und Internetanwendungen. Nutzen auch Sie unser Know-How aus den Bereichen Webdesign und Internetmarketing für Ihre Ideen und Projekte.

 

Vision deluxe Produktion wird mit folgenden Stichworten in Verbindung gebracht:

Weitere Unternehmen der Branche im Raum Düsseldorf:

Webdesign

Webdesign (auch Webgestaltung) umfasst die Gestaltung, den Aufbau und die Nutzerführung von Websites für das WWW bzw. das Interface-Design in diesem Bereich. Dabei werden in der Regel strukturierte Texte, die in XHTML bzw. HTML verfasst sind, samt ergänzenden Grafiken mit CSS formatiert.
Der Webdesigner (Internetagentur) hat dabei die Aufgabe, die Wünsche des Auftraggebers, die Wünsche der Besucher und die technischen Möglichkeiten in Einklang zu bringen.

Gestaltung

Die visuelle Wahrnehmung von Webauftritten im Internet ist grundsätzlich abhängig von den allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der visuellen Kommunikation. Der Prozess der Informationsaufnahme durch den Benutzer/Besucher wird wesentlich durch die grafische Gestaltung der Website gesteuert. Der Unterschied zu Printmedien besteht sowohl in technischen Begrenzungen als auch in der erweiterten Funktionalität des World Wide Web.
Neben der reinen Optik geht es bei der Gestaltung von Websites vor allem um die Benutzerfreundlichkeit (Usability). Navigation und Aufbau der Websites sollen möglichst vielen Menschen entgegen kommen. Hier erfahren viele behinderte Menschen Nachteile, da sie Websites benötigen, die barrierefrei gestaltet sind. Dies schränkt die gestalterischen Möglichkeiten ein oder erfordert höheren Aufwand in Technik und Gestaltung.
Werden in einem Hypertext zu viele Wahlmöglichkeiten von Links gegeben, kann dies außerdem zu einer Konfusion, dem so genannten Lost in Hyperspace führen.
Zur Benutzerfreundlichkeit kommt die Forderung der Zugänglichkeit, z.B. durch Vermeidung von Techniken, die Informationen nur mit einem bestimmten Webbrowser erreichbar machen, oder durch das Schaffen von (Text-)Alternativen zu multimedialen Inhalten. Flash und andere Browsererweiterungen müssen deswegen nicht grundsätzlich vermieden werden, es sollte aber sichergestellt sein, dass der Inhalt auch ohne diese Techniken voll abrufbar bleibt.
Ein wichtiger Aspekt beim Webdesign ist eine korrekte Textauszeichnung und Kenntnisse in Webtypografie. Während Webseiten für die Browsergenerationen 4 (Netscape 4 und Internet Explorer 4) noch sehr unterschiedlich geschrieben wurden, kann der Webentwickler in den aktuellen Versionen (Mozilla-Firefox, Internet Explorer 7, Opera, Konqueror, usw.) eine weitgehende Unterstützung der Standards des W3C erwarten.

Client- und serverseitige Entwicklung

Programmcode zur Steuerung und zur äußerlichen Erscheinung der Website lässt sich entweder durch serverseitige Skriptsprachen wie PHP, Perl, ASPNet, ColdFusion oder JSP (Java Server Pages) ausführen oder auch durch weitgehend clientseitige Erweiterungen wie Flash, Java oder JavaScript. Es besteht auch die Möglichkeit, client- und serverseitige Technologien zu kombinieren, beispielsweise PHP und Flash, um die Vorteile beider nutzen zu können. Dabei sollte man darauf achten, mit clientseitigen Erweiterungen sparsam umzugehen, da oft die notwendigen Plugins beim Benutzer nicht vorhanden sind oder JavaScript aus Sicherheitsgründen abgeschaltet wurde.

Tendenzen

Neben Flash (seit 1997) konnten sich im Wesentlichen nur W3C-konforme Technologien wie CSS, XHTML oder auch JavaScript und Java etablieren. Bei fast allen neuen Websites konzentriert man sich derzeit auf das Ausreizen dieser Technologien.
Eine Ausnahme bilden Erweiterungen, die auf XML basieren. Da praktisch jeder moderne Browser XML verarbeiten kann, sind neue Möglichkeiten im Webdesign besonders in diesem Bereich zu erwarten, z. B. Vektorgrafik mit SVG und Darstellung mathematischer Formeln mit MathML.

Webdesign und Printlayout

Webdesign und Printlayout unterscheiden sich in Gestaltung oder Präsentation einer Publikation.
Ein weiterer Unterschied zu den Printmedien ist die herangezogene Maßeinheit. Während im Printbereich mit dem Metrischen System gearbeitet wird, werden die Daten für das Webdesign in Pixeln bemessen. Geht man davon aus, dass die maßgeblichen Informationen einer Webseite auf einem Standard-17-Zoll-Monitor ohne horizontalen Scrollbalken ersichtlich sein sollen, darf das Layout max. 1024 x 768 Pixel – abzüglich Ränder und möglicher Balken, die je nach Browser und Betriebssystem sowie Benutzervorlieben unterschiedlich breit sein können – betragen. Mit technischem Fortschreiten und attraktiven Preisen für größere Monitore steigt auch die Pixelanzahl und damit die darstellbare Fläche. Das Kaufverhalten und die technische Ausrüstung der Zielgruppe sollte daher im Auge behalten werden. Aus dem Aufkommen mobiler Endgeräte mit kleineren Displays und den schon durch Studien erfaßten unterschiedlichen Viewportgrößen (sichtbarer Bereich im Browserfenster) ergeben sich zusätzliche Anforderungen, die oft zu sogenannten fließenden und elastische Layouts führen.

Funktionierende Arbeitsweisen

Methoden aus Typographie und Drucklayout, die im Webdesign funktionieren, sind etwa:
Die Gliederung einer Webpräsenz in inhaltliche Gruppen (Webseiten), die Kapiteln entsprechen.
Gliederungsauszeichnungen wie Überschriften, Listen
Einfache Textauszeichnungen wie relativ zur Normalschrift größere oder kleinere Schriftgrösse, Schriftschnitte wie kursiv und fett
Einfache Anweisungen zur Bildanordnung oder von Tabellen und deren Inhalt

Nicht funktionierende Arbeitsweisen


Das Format: Webseiten werden auf Monitoren in unterschiedlicher tatsächlicher Abmessung (siehe Bildschirmdiagonale) und Bildauflösung betrachtet
Präzise Schriftcharaktere und -größen für Headlines und Fließtexte: Diese Darstellungen sind sowohl vom Betriebssystem und den installierten Schriftarten abhängig, als auch den Rasterungsverfahren, wie sie serverseitig und am lokalen Computer eingesetzt werden.
Als weiteres Problem erweist sich die Farbdarstellung: Das Erscheinungsbild von Farbabbildungen – die Farbtreue – ist sowohl vom Monitor-Gamma als auch dem verwendeten Farbraum abhängig. Hier hat sich im Web sRGB als Standard durchgesetzt.

Quelle: Wikepedia

Grafikdesign


Grafikdesign ist die Gestaltung von visuellen Inhalten in verschiedenen Medien, die durch ihre Darstellung anderen Menschen etwas mitteilen. Dabei kommen vielfältige künstlerische Materialien, Energien und technische Mittel zum Einsatz.
Der Begriff Grafikdesign wurde von William Addison Dwiggins (* 1880; † 1956) 1922 geprägt. Vorher waren Drucker, Typografen, Schriftsetzer, Grafiker und Designer oft ein und dieselbe Person. Heute sind Grafik, Design und Visuelle Kommunikation eine Untergruppe des Kommunikationsdesigns.
Grafikdesign ist relativ fest mit den Anforderungen moderner Gesellschaften verankert. Schwerpunkte sind Werbung und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Kommunikationsaufgaben von Wissenschaft und Kultur. Die Entwicklung des Grafikdesign ist jedoch nicht überall an die Industrielle Revolution gekoppelt. So hatten zum Beispiel in Frankreich soziales und politisches Engagement (nach der Studentenrevolte 1968) und (Plakat-)Kunst einen sehr starken Einfluss (u.a. Toulouse-Lautrec, später auch polnische Plakatgestalter, die in Frankreich arbeiteten).
Die nicht geschützte Berufsbezeichnung Grafikdesigner/-in ist eine Spezifizierung des Begriffs Designer. Der Grafikdesigner unterscheidet sich somit vom Industrie-, Mode-, Foto- und Webdesigner. Einen Diplomgrad – z.B. Diplom-Designer/-in bzw. Dipl.-Des. (FH) – darf nur führen, wem dieser akademische Grad nach einem erfolgreich absolvierten (Fach-)Hochschulstudium verliehen wurde.

Tätigkeitsfelder

Neben den klassischen Printmedien wie Zeitschriften und Büchern sind seit Ende der 1980er Jahre vermehrt elektronische Medien mit interaktiven Eigenschaften die Anwendungsgebiete des Grafikdesigns. Mögliche Tätigkeitsfelder beim Grafikdesign sind Typografie, Illustration, Fotografie, Druckgrafik, DTP (Desktop publishing), Werbung, Branding, Corporate Design als Teilbereich der Corporate Identity, Ausstellungen, Film etc.
Das klassische Grafikdesign beschränkt sich seit einigen Jahren nicht mehr nur auf das Gestalten von und mit grafischen Formen. Deshalb wird zunehmend der Begriff Kommunikationsdesign als ein Oberbegriff angenommen, der neben der Visuellen Kommunikation auch noch die Verbale und die Audiovisuelle Kommunikation beinhaltet.
In Werbeagenturen ist der Grafikdesigner zuständig für die grafische Umsetzung und der Art Director oder der Creative Director entwickeln in der Regel die Konzeption (also die Idee) einer Arbeit.Quelle: Wikepedia